Zahnbleichungen

Viele Menschen haben verfärbte Zähne. Dies kann verschiedene Ursachen haben: Zum einen können einzelne Zähne – etwa nach einem Sturz – ihre Farbe ändern. Auch nervtote und wurzelbehandelte Zähne werden nach Jahren dunkler und unterscheiden sich dann in ihrer Farbe zu den Nachbarzähnen. Zum anderen können auch mehrere oder alle Zähne dunkle Beläge aufweisen. Diese sind meist auf Ernährungseinflüsse wie Kaffee, Tee, Nikotin, Rotwein und – in seltenen Fällen – auch auf Medikamente zurückzuführen.


Zur Zahnaufhellung (Bleaching) stehen derzeit zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

» Aufhellung von einzelnen Zähnen
» Bleichung von mehreren oder allen Zähnen


Aufhellung einzelner Zähne

Wenn die Verfärbung nach einer Verletzung des Zahnes oder einer Wurzelbehandlung erfolgte, können diese mit sehr gutem Erfolg wieder aufgehellt werden. Im Bild links sehen Sie einen Schneidezahn, der sich nach einer Wurzelbehandlung dunkel verfärbt hat.

Zur Bleichung des Zahnes wird ein spezielles Gel in den Wurzelkanal eingebracht, das dort einige Tage ein
wirkt. Danach wird der Zahn wieder mit einer dichten Füllung verschlossen. Da ein wurzelbehandelter Zahn
keinen Nerv mehr hat, ist die Behandlung völlig schmerzfrei. Die Aufhellung bleibt meist für Jahre bestehen. Im Bild rechts sehen Sie den verfärbten Schneidezahn nach der Aufhellung.








Aufhellung mehrerer oder aller Zähne

Sind – wie im Bild unten links zu sehen – die Zähne durch Ernährungseinflüsse (zum Beispiel Nikotin, Kaffee, Tee, Rotwein) verfärbt, können auch mehrere oder alle Zähne aufgehellt werden. Hierfür gibt es zwei Methoden: das Bleichen zu Hause oder in der Praxis.

Beim Bleichen zu Hause werden zunächst Abdrücke von den Zähnen genommen und im Labor individuelle hauchdünne Kunststoff-Schienen hergestellt (Bild rechts). Diese bekommt der Patient – zusammen mit einem speziellen Bleichgel – mit nach Hause. Das Gel wird in die Schienen eingefüllt und diese dann – für etwa zwei Wochen – einige Stunden am Tag getragen. Danach erfolgt eine Farbkontrolle in der Praxis. Je nach Stärke der Verfärbung kann die Tragezeit dann um zwei bis vier Wochen verlängert werden.


Bei der Bleichung in der Praxis wird ein höher konzentriertes Bleichmittel verwendet. Dies hat den Vorteil, dass es wirksamer bei starken Verfärbungen ist und der Patient sich nicht selbst um den Umgang mit dem Bleichgel kümmern muss. Auch ist das Ergebnis unmittelbar nach der Behandlung sichtbar, die etwa 1,5-2 Stunden dauert. Die Behandlung ist allerdings sehr schmerzhaft. Sie werden an diesem Tag dauerhaft ziehende Zahnschmerzen haben.
Das Bild rechts zeigt die Zähne nach der Zahnbleichung. Die Aufhellung bleibt für mehrere Jahre bestehen.

Beide Verfahren eignen sich aber nur dann, wenn keine Kronen im Bereich der Schneidezähne vorhanden sind, da das Bleichgel die Farbe an den künstlichen Zähnen nicht aufhellen kann.




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